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Archiv des Todes<br />
13-teilige Serie des Fernsehens der DDR (1980)<br />
Laufzeit pro Teil einschließlich Vor- und Nachspann: ca. 56 min<br />
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Zweiter Weltkrieg, November 1944 - die Rote Armee steht kurz vor der<br />
ehemaligen deutschen Ostgrenze. Ein Gruppe von fünf Männern überfliegt<br />
von der Sowjetunion kommend die Front in Richtung Westen.<br />
Ihr Ziel ist besetztes polnisches Gebiet, ihr Auftrag: Das ausfindig<br />
machen eines Archives mit brisantem Inhalt - Dossiers über beim<br />
Rückzug der Faschisten in der Sowjetunion zurückgelassene Agenten-<br />
trupps, sog. Residenten.<br />
Die Aufgabe ist fast unlösbar, da so gut wie nichts über das Archiv<br />
bekannt ist. So gut wie alle am Bau beteiligten Personen wurden nach<br />
Fertigstellung von den Faschisten umgebracht.<br />
Eine spannende und abenteuerliche Suche - Mehr dazu kann man in<br />
einschlägigen Internetseiten nachlesen.<br />
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Doch die Story allein macht den Reiz der Serie nicht aus. Erst durch<br />
das, was drumherum noch so passiert bekommt das Ganze seinen Sinn. <br />
Von der Requisite über die Bauten bis hin zu historischen Fahrzeugen<br />
und Zügen - es wurde ein großer Aufwand getrieben, um die Schrecken <br />
dieser Zeit dem Zuschauer von Heute wieder gegenwärtig zu machen. <br />
Auch die Dialoge, die sich größtenteils auf reale Ereignisse dieser<br />
Zeit beziehen, tragen ihren Teil dazu bei.<br />
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Der Zuschauer erlebt fast 13 Stunden lang Faschismus, Krieg, menschliches<br />
Leid und Tragödien aber auch Hoffnung und Kampf für ein besseres Leben<br />
und eine bessere, gerechtere Welt.<br />
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Nie wieder Faschismus!<br />
Nie wieder darf von deutschem Boden ein Krieg ausgehen!<br />
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was ist im Jahr 2008 sus diesen Vermächtnissen geworden?<br />
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Nie wieder Faschismus?<br />
Die deutschen Hauptkriegsverbrecher wurden zwar in Nürnberg verurteilt,<br />
der gesamte Beamtenapparat und vor allen Dingen die deutschen<br />
Konzernbosse, die Hitler an die Macht geholfen und kräftig am Krieg<br />
profitiert hatten blieben weitgehend ungeschoren.<br />
Lediglich in der sowjetischen Besatzungszone und in der späteren DDR<br />
wurden Faschisten verfolgt und soweit man ihnen Kriegsverbrechen oder<br />
Verbrechen gegen die Menschlichkeit nachweisen konnte, gnadenlos zum<br />
Tode verurteilt.<br />
In der Bundesrepublik dagegen wurden große Teile des alten faschistischen<br />
Beamtenapparates für den Aufbau des neuen Staatswesens rekrutiert. <br />
Ehemalige Nazi-Richter durften weiter ihres Amtes walten und faschistische<br />
Kriegsverbrecher wurden, soweit es überhaupt zu einer Gerichtsverhandlung<br />
kam, freigesprochen oder nur zu lächerlich milden Strafen verurteilt.<br />
Einige Alt-Faschisten haben es in der BRD sogar zu beachtlichen Karrieren<br />
gebracht z.B. Heinrich Lübke vom KZ-Baumeister zum Bundespräsidenten oder<br />
Hans Filbinger vom Nazi-Marinerichter zum Ministerpräsidenten von Baden-<br />
Würtemberg. Letzterer erhielt im vorigen Jahr sogar ein Staatsbegräbnis.<br />
Auch beim Verhalten der Polizei anlässlich von Neonazi-Aufmärschen zeigt<br />
sich der wahre Charakter der deutschen Macht-Eliten. <br />
Statt die braune Brut zusammenzuknüppeln, geht die Polizei auf beherzte<br />
Bürger los, die sich den faschistischen Umzügen entgegenstellen.<br />
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Nie wieder darf von deutschem Boden ein Krieg ausgehen?<br />
Spätestens seit dem Balkankrieg ist auch dies Geschichte - zur <br />
Entscheidung über Kriegseinsätze der Bundeswehr kann man auf einschlägigen<br />
Internetseiten erschöpfend nachlesen.<br />
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Die Serie bietet ein relaistisches Bild der damaligen Zeit und erteilt<br />
aktuellen Forderungen nach einer "Differenzierten Sichtweise auf die Zeit<br />
des Nationalsozialismus" eine Abfuhr.<br />
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Weiteführende Filme zu diesem Thema:<br />
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"Die Mörder sind unter uns" <br />
1946 in den Ruinen von Berlin gedreht<br />
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"Der Untertan"<br />
Dieser Film spielt zwar im Kaiserreich, ist aber sehr hilfreich<br />
für das Verständnis der gesellschaftlichen Verhältnisse, die zum<br />
Erstarken und zur Machtergreifung des Faschismus in Deutschland<br />
geführt hatten.<br />
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